JESUS LEBT

 

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Jesus und die Gemeinde

Jesus und die Gemeinde!

Was meinen wir, wenn von Gemeinde die Rede ist? Was sagt mir die Bibel dazu?

Matthäus 16, 13-19

13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? 14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.

15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? 16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.

 

Jesus selbst baut seine Gemeinde. Also muss das Fundament einer Gemeinde Jesus Christus sein und somit auch das, was uns von ihm überliefert worden ist.

Im  Neuen Testamentes  wird der Begriff „Gemeinde“ (gr. ekklesia) recht häufig gebraucht. Es wird dort eine Gemeinschaft von Menschen beschrieben, die an Jesus glauben. Gemeinde hat ihren Ursprung somit in Jesus selbst. Der Begriff umfasst aber mehrere Differenzierungen. Zum einen ist die Versammlung von Christen vor Ort gemeint, aber auch die kleine Hausgemeinde. (Römer 16,5 )

Andererseits werden die Gemeinden einer ganzen Gegend als Gemeinde Jesu beschrieben (Apostelgeschichte 9,31). Und selbst die Gemeinschaft aller Christen weltweit und zu allen Zeiten versteht das Neue Testament als Gemeinde (Epheser 5, 25; 1. Korinther 12, 28).

 

Sehr oft wird „Gemeinde“ auch mit Familie oder dem Körper verglichen und in Gleichnissen verwendet.

 

 

1. Korinther 12,12ff

12 Denn wie der Leib "einer" ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch "ein" Leib sind: so auch Christus.13 Denn wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt.14 Denn auch der Leib ist nicht "ein" Glied, sondern viele……

…18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alle Glieder "ein" Glied wären, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist "einer." 21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. 22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten; 23 und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand; 24 denn die anständigen brauchen's nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, 25 damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen. 26 Und wenn "ein" Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn "ein" Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. 28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. 29 Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? 30 Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? 31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.

 

Matthäus 18, 15-21

15 Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. 16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. 17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. 18 Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. 19 Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? 22 Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.

 

Der Vergleich mit dem Körper sagt mir, dass einer ohne den anderen schlecht dran ist und das, wenn bestimmte Körperteile fehlen, gar nichts mehr funktioniert. Aber auch die Abstimmung der einzelnen Teile aufeinander ist wichtig, sonst geht nichts voran.

Ja und dann die Familie! Auch da hat ein jeder seine Erfahrungen gemacht und wohl erkennen müssen, dass gerade die unterschiedlichen Standpunkte und Empfindungen der Generationen durchaus zu Irritationen führen können. Aber, wie man so sagt, ist am Ende Blut dicker als Wasser.

Ich konnte am letzten Montag alle meine Termine verlegen und an dem Treffen mit den Presbytern unserer Gemeinde teilnehmen. Ich war danach etwas in Zeitnot, weshalb ich erst jetzt darüber schreiben kann und möchte.

Wenn ich mir die Bibelstellen und die Überlegungen zum Thema Gemeinde anschaue, ist mir einiges deutlich geworden. Eine kleine Gruppe sieht sich als Gemeinde, alle Anwohner eines Bereiches sehen sich als Gemeinde und auch überregional sind alle, die im Namen Jesu versammelt sind, Gemeinde.

Eines hat mich zunächst gefreut. Unsere Ev. Gemeinde hat es geschafft, trotz unterschiedlicher Einstellungen und trotz sehr emotionaler Diskussionen im Vorfeld, sich zusammen zu finden und wie  Jesus es uns vorgab, miteinander zu reden.

Hier muss ich dem Presbyterium danken, die die Ängste und das Unverständnis gerade der sehr jungen Gemeindemitglieder ernst genommen haben und zu dieser Aussprache eingeladen haben.

Es war sicher schwierig und es hat eine Zeit lang gedauert bis schließlich ein Punkt erreicht wurde, der allen eine Basis zum Konsens bot.

Zunächst einmal wurden Fragen gestellt und Standpunkte erklärt und oft auch mehrfach wiederholt.

Dabei wurde mir eine Sache nun zum ersten Mal klar gemacht, nämlich, dass wir hier tatsächlich mit Gesetzestexten konfrontiert sind, die eine Handhabe klar und deutlich vorschreiben.

Es geht hierbei um das Pfarrdienstgesetz der EKD.

 

 

§ 94 PfDG.EKD

Voraussetzungen und Rechtsfolgen des Ruhestandes

(1) Eintritt und Versetzung in den Ruhestand setzen die Erfüllung einer versorgungsrechtlichen Wartezeit voraus, soweit kirchengesetzlich nicht etwas anderes bestimmt ist.

(2) Mit Beginn des Ruhestandes endet die Pflicht der Pfarrerinnen und Pfarrer zur Dienstleistung. Sie scheiden aus ihrer Stelle oder ihrem Auftrag aus und verlieren sonstige übertragene kirchliche Aufgaben oder Funktionen, soweit sie nicht im Einzelfall vorübergehend belassen werden. Sie erhalten Versorgungsbezüge nach den jeweils geltenden kirchengesetzlichen Bestimmungen des Versorgungsrechts. Im Übrigen bleibt ihre Rechtsstellung erhalten.

(3) Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand behalten Auftrag und Recht zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Ihnen kann mit ihrer Zustimmung widerruflich ein pfarramtlicher oder ein anderer kirchlicher Dienst übertragen werden. Im kirchlichen Interesse können ihnen Beschränkungen in der Ausübung von Auftrag und Recht zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung, insbesondere bei der Vornahme von Amtshandlungen, auferlegt werden.

(4) Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand unterstehen weiterhin der Lehr- und Disziplinaraufsicht. Sie sind weiterhin zu einer amtsangemessenen Lebensführung verpflichtet. Sie haben insbesondere alles zu vermeiden, was den Zusammenhalt einer Gemeinde oder den Dienst anderer Ordinierter erschweren kann.

(5) Abweichend von den §§ 63 bis 67 bedürfen Nebentätigkeiten keiner Genehmigung. Eine Nebentätigkeit kann unter den Voraussetzungen des § 65 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 untersagt werden.

 

Der Punkt 4

– Sie haben insbesondere alles zu vermeiden, was den Zusammenhalt einer Gemeinde oder den Dienst anderer Ordinierter erschweren kann.-

ist der Punkt, um den es im Wesentlichen geht.

In jeder Kirchengemeinde, in der ein Nachfolger für einen Pfarrer gefunden werden muss, ist man bemüht diesem ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten. Hierbei kann es dann durchaus schwierig werden, wenn der pensionierte Pfarrer immer noch in Entscheidungspositionen aktiv ist, kann man verstehen.

Dass der nun pensionierte Pfarrer diesen Vorgaben nicht zuwider handelt und sich zurückzieht ist dann auch verständlich. Da der Pfarrer im Ruhestand aber den Auftrag und das Recht behält zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung steht hier der Pfarrer selbst in der Verantwortung zu entscheiden ob er sich einbringen möchte und der Gemeindevorstand kann ihm dann auch sogar pfarramtliche oder andere kirchliche Dienste übertragen.

In unserem Fall ging es aber gar nicht um einen pfarramtlichen oder offiziellen kirchlichen Dienst. Und das war auch, so ist es bei mir zumindest angekommen, das Missverständnis seitens des Presbyteriums.

 

Die Helfer des Kindergottesdienstes waren der Meinung, dass die Presbyter die Möglichkeit hätten, über den weiteren Einsatz eines pensionierten Pfarrers zu entscheiden, was aber nicht der Fall ist, da das Gesetz sagt, dass der Pfarrer im Ruhestand, wenn er will für weitere Dienste beauftragt werden kann, was er ja aber nicht wollte.
Die Mitarbeit als Kindergottesdiensthelfer ist keine dieser Tätigkeiten, die als pfarramtlicher oder anderer kirchlicher Dienst lt. diesem Gesetz angesehen wird. Das wurde durch das Presbyterium und den Superintendenten so erklärt und dann schließlich auch so verstanden, dass Manfred sehr wohl als Kindergottesdiensthelfer mitarbeiten kann. Er wird keine Gottesdienstleitung oder kirchliche, pfarramtliche Tätigkeiten ausüben und somit auch den gesetzlichen Vorgaben konform in der Gemeinde weiter mitmachen können.

Ich denke, dass dies auch einem neuen Pfarrer die Möglichkeit gibt, sich in eine lebendige Gemeinde und deren Höhen und Tiefen einzufinden und auch neue Wege mit der nötigen Unterstützung zu finden

 

Dass die Gemeinden in Deutschland momentan einen schweren Stand haben und es, soweit ich gehört habe, mehr freie Pfarrerstellen geben wird, als Bewerber da sind, wird auch unserer Gemeinde vor eine schwierige Aufgabe stellen, neue Pfarrer zu finden, da auch die anderen Kollegen in nächster Zeit den Ruhestand antreten werden.
Ich bitte Gott um den nötigen Beistand und Segen für alle, die dabei involviert sind und sein werden.

Die schwierige Personalsituation wird auch zeigen, wie unser Kindergottesdienst weiter in der uns vertrauten Form und Regelmäßigkeit weitergeführt werden wird. Ich vertraue hier voll und ganz auf die jungen Helfer, die mit viel Elan und Überzeugung ihre Interessen artikuliert haben.

Ich vertraue auch auf unser Presbyterium, die im Sinne Jesu unsere ganze Gemeinde, Jung und Alt, weiter betreuen und die Voraussetzungen schaffen, dass eine so lebendige Gemeinschaft weiter zum Lobpreis unseres Herrn aktiv sein kann.

Ich werde meinen Blog nun auch weiter führen und dabei die eigentliche Intension – JESUS LEBT – und JESUS GROSS MACHEN weiter verfolgen.

Zu unterschiedlichen Themen möchte ich meine Ideen und Erfahrungen niederschreiben und auch reflektieren was ich und alle in meinem Umfeld dazu meinen.

Möge der Herr mit Euch sein und Euch leiten auf all Euren Wegen. Es segne Euch Vater – Sohn und Heiliger Geist! AMEN

                                         

29.11.14 01:07


Ehrenamt

Glauben kann ich nicht erklären oder beschreiben, sondern nur mit Zeichen leben....

Das hat mir mal ein guter Freund beigebracht. Und genau so ist es mit der Liebe. Und genau das ist es auch, was den Glauben mit und an Jesus Christus ausmacht....

Glaube, Liebe, Hoffnung .. aber die Liebe ist die größte unter ihnen.  1.Korinther 13

 

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Ich hatte das Glück in einem Ort aufzuwachsen, in dem es einen sehr guten Kindergottesdienst gab und bisher noch gibt.
Leider gibt es immer wieder Menschen, denen Ihr eigener Ego näher ist als alles andere und die auch keine anderen Entwicklungen zulassen wollen.

Mein erster Gedanke war, dass ich doch gerne anderen mitteilen möchte, wieso und warum Jesus mich bewegt hat und noch immer bewegt. Wieso gibt er mir heute noch immer Halt und Zuversicht?

 Der Glaube bewegt Menschen und Menschen lassen sich dazu bewegen auch andere zu sehen und zu aktzeptieren. Wer ohne Glaube ist, ist ohne Hoffnung und auch ohne Liebe.

 Aktuelle Ereignisse haben mich eingeholt.

Meine Erfahrungen und Einstellungen zum Glauben und zum Leben mit und durch Jesus Christus sind momentan zweitrangig.

Denn wenn ich in all den Jahren etwas gelernt, erlebt und begriffen habe, dann dass es Situtationen gibt da ist man selbst nicht wichtig aber eine andere Person.

Für mich ist und war eine solche Person immer mein Pfarrer, Lehrer, Zuhörer und vor allem Freund Manfred Culmann.

 imageEr hat in den letzten 49 Jahren einen weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus gelobten und bewunderten Kindergottesdienst aufgebaut und hat damit verbunden auch eine Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geschaffen, die den Glauben als Wohltat und Freude erleben konnten.
Nun hat er seinen wohlverdienten Ruhestand erreicht.

Wir freuen uns für Ihn, dass er nun nicht mehr 12-14 Stunden am Tag arbeiten muss, sondern sich seinen Berufungen hingeben kann. Denn ein offenes Ohr für die großen und kleinen Probleme seiner Gemeindemitglieder hatte und hat er immer.

Leider darf er das nun aber nicht mehr. Zumindest ist bis heute (11.11.2014) die Situation so, dass das Presbyterium, als Leitungs und Entscheidungsorgan unserer Kirchengemeinde nicht nur auf seine weitere Mitarbeit verzichtet, sondern ihm auch noch ausdrücklich verboten hat weiter am Kindergottesdienst aktiv Teil zu nehmen.

Auch nicht als ehrenamtlicher Helfer. In keiner Weise soll und darf er mehr in unserem Kindergottesdienst vorkommen, obwohl wir doch alle immer wieder seine pädagogisch fundierten theologischen Erklärungen für viele Erzählungen unserer Bibel benötigen.

Ihr mögt jetzt den Kopf schütteln und dies vielleicht nicht glauben können, es ist aber so. Erklärungen gibt es keine, Gerüchte und Vermutungen sehr viele.

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Dies hier ist mein Blog und ich kann daher auch nur meine Empfindungen und Erfahrungen wiedergeben. Es sind meine persönlichen Erfahrungen und haben nichts mit Manfred oder anderen Personen unserer Gemeinde zu tun.


Ich betone das hier bewußt, da tatsächlich schon erzählt wird, das Pfarrer Culmann seine Helfer aufhetzen würde.

Dass ein pensionierter Pfarrer sich zurückziehen sollte, um einem neuen Platz zu machen und diesem zu ermöglichen in der Gemeinde Fuß zu fassen ist gut und wird sicher auch von allen Gemeindemitgliedern verstanden. Dass aber hier eine vakante Position, nämlich die theologische Betreuung von Gemeindemitgliedern verwehrt wird, ist nicht nachzuvollziehen. Es gibt momentan keinen hauptamtlichen Nachfolger, der willens ist den Kindergottesdienst in der momentanen Form weiter zu führen bzw überhaupt einen Kigo zu betreuen. Überlegungen den Kindergottesdienst und die damit verbunden Mehrarbeit abzuschaffen oder zumindest, wie in anderen Gemeinden auf ein monatlich einmaliges Minimum zu redzieren, habe ich in einigen Diskusionen und Äußerungen schon heraushören können.

Um die Situation vielleicht besser zu verstehen, sollte ich vielleicht erwähnen, dass unser Kindergottesdienst genau genommen die Kirche mit Kindern ist, die sich jede Gemeinde als Vorbild nehmen könnte. Es finden jeden Sonntag Gottesdienste statt von 11.15h bis ca 12.30h, die im Schnitt von 30 bis 50 Personen jeden Alters besucht werden. Hier treffen sich Generationen zum gemeinsamen beten, singen und diskutieren. Hier wird Glauben, Hoffnung und Liebe generationsumfassend gelebt. Hier können Eltern miteinander diskutieren und sich gegenseitig helfen, den wichtigen Fragen ihrer Kinder ehrlich und altersgerecht zu begegnen. Es ist eine Wohltat für Erwachsene und auch für die Kinder.
Aus diesen Begegnungen sind viele Hilfeaktionen entstanden und werden unterstützt, Glauben wird von hier aus weitergetragen im Sinne Jesu.

Diese Basis für das verantwortliche Leben mit dem Glauben wird allen Besuchern und vor allem auch den Helfern, die jede Woche die Gottesdienste vorbereiten, entzogen.

Stirbt unser Kindergottesdienst?????

Unabhängig davon, ob jetzt hier der alte Pfarrer gedisst(gemobt) wird, wird keine Alternative angeboten.

Die pädagogisch sehr kompetenten Personen, die die Arbeit übernommen haben, werden nicht wirklich ernst genommen. Eine theologisch tiefer gehende Betreuung ist nicht erwünscht.

Meiner Meinung nach ist es eben nicht nur ein Kindergottesdienst!!!

Aber genau so kommt es bei den Betroffenen an, dass der Kindergottesdienst ja nicht so wichtig ist für die Entscheidungsträger.

Wenn man bedenkt, dass in einem regulären Gottesdienst im Durchschnitt 10-15 Personen anwesend sind (noch sehr positiv gerechnet, da die Hälfte ja auch noch Helfer und Mitarbeiter sind) und im Kigo fasst immer die dreifache Anzahl zu verzeichnen ist, zeigt allein diese Tatsache doch, dass die Gemeinde sich einen solchen Kindergottesdienst wünscht.

Die aus dem Kindergottesdienst entstehenden ehrenamtlichen Aktivitäten auch für herkömmliche Gottesdienste stellen doch eine wichtige Basis für die ganze Gemeinde dar. 

Will man das alles wegwischen und nur wegen nicht zu begreifenden Abneigungen Einzelner, ein Gemeindemitglied vom Ehrenamt ausschließen, der weit über sein normal gefordertes Engagement hinaus dieser Gemeinde gedient hat, nur weil er Pfarrer der Gemeinde war.

Ich denke, dass nicht nur unser Kindergottesdienst im Sterben liegen wird, sondern auch unsere Kirchengemeinde hier vor einer gefährlichen Epidemie steht.

Ich kann natürlich nicht den Entscheidungen der Leiter der Gemeinde vorgreifen, oder gar meinen sie beeinflussen zu können. Ich möchte das auch nicht.

In vielen Gesprächen habe ich immer wieder die Frage gehört: Warum macht man das so? Was hat er denn getan?

Das weiss ich nicht. Meiner ganz persönlichen Einschätzung nach geht es hier wohl eher darum weniger Mitbestimmung zuzulassen, um Form und Inhalt der zukünftigen Entscheidungen weniger transparent machen zu müssen.

Ich für meinen Teil werde auch weiterhin versuchen zu beherzigen, was Jesus mich lehrt und was Manfred mir erklärt hat. Eine Sache ist die, dass man sich immer hinterfragen lassen muss und das man auch immer bereit sein muss sein tun und handeln selbt an Jesus auszurichten.

Jeder trifft seine Entscheidungen selbst und muss diese auch verantworten, egal was ein Presbyter, ein Pfarrer oder die Eltern oder Kinder dazu meinen.

Jesus sagt: Nicht an euren Worten sondern an euren Taten werdet ihr gemessen.

Die Kindergottesdienstbesucher und Helfer haben nun einen Antrag gestellt Herrn Culmann zu erlauben, als ehrenamtlicher Helfer mitzuarbeiten, wie jedes andere Gemeindemitglied auch.

Am 12.11.14 ist wohl die nächste Sitzung.

Warten wir ab und ich werde dann weiter berichten und zu dem Thema Jesus lebt weiterschreiben.

 

 

 

 

11.11.14 21:05


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